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WENDEPUNKT

Anfang der 1520er-Jahre beschloss Fürstbischof Bernardo Clesio, die inzwischen verfallene Burg – nach einem Jahrhundert des Friedens und der Vernachlässigung – in eine luxuriöse Residenz umzuwandeln. Zu diesem Zweck verpflichtete er die örtliche Gemeinschaft, sich durch unbezahlte Arbeitsleistungen und die Bereitstellung von Baumaterialien an den Kosten zu beteiligen.

Im Mai 1525, aus Frustration und Überlastung, vertrieben die Einwohner von Levico die bischöflichen Vertreter und belagerten die kleine Garnison, die sich noch im sich renovierenden Schloss aufhielt. Zu dieser Zeit war bereits ein großer Teil des süddeutschen Reichsgebiets und des Alpenraums vom Bauernaufstand erfasst – dem sogenannten Bauernkrieg.

Am 31. August 1525 versuchten aufständische Bauern, darunter viele aus Levico, die Stadt Trient im Sturm zu nehmen, wurden jedoch brutal zurückgeschlagen.

Es folgte eine grausame Repression. In bischöflichen Quellen sind die Namen der Anführer aus Levico bis heute überliefert – als „äußerst treulose“ gebrandmarkt, wurden sie wegen Aufruhr zum Tode verurteilt oder ins Exil geschickt.

Die Modernisierungsarbeiten an der Burg wurden danach ohne weiteren Widerstand wieder aufgenommen.

Die Anlage wurde von einer Festung zu einer Ferienresidenz umgestaltet – ein baulicher Zustand, der auch heute noch in Ansätzen erkennbar ist.