Die Valsugana war seit jeher ein Durchgangs- und Verbindungsgebiet zwischen der Poebene und dem Norden Europas. Es wird vermutet, dass das Quellgebiet des Brenta bereits seit dem Neolithikum dauerhaft besiedelt war.
Im Val dei Casai, in der Nähe der Burgruinen, wurde ein Depot mit vorgeschichtlichen Gegenständen aus der frühen Eisenzeit (6. bis 5. Jahrhundert v. Chr.) entdeckt – darunter Armbänder, Halsketten und Glasperlen.
Der Fundort, unmittelbar neben dem heutigen Standort der Burg und in erhöhter Lage über dem Brentatal gelegen, lässt vermuten, dass das Gebiet, auf dem später die Burg errichtet wurde, bereits in vorgeschichtlicher Zeit als Zufluchtsort von der lokalen Bevölkerung genutzt wurde.
Im Jahr 15 v. Chr. wurde erstmals die römische Straße angelegt, die von Altino nach Germanien führte, und der Hügel von Selva wurde in die großen Handelsrouten der römischen Welt eingebunden. Mit dem Beginn und der Festigung der römischen Herrschaft um das erste nachchristliche Jahrhundert ermöglichte die zunehmende Sicherheit der Verkehrswege den Menschen, sich an weniger unzugänglichen Orten niederzulassen als am Hügel von Selva. So entstanden die ersten Siedlungskerne, die noch heute das Bild der Valsugana prägen – wie etwa Levico.